„Vor 80 Jahren – den Wurzeln entrissen“
Die Geschichte von Flucht und Vertreibung im Gefolge des Zweiten Weltkriegs ist vielfältig. Die deutschen Altösterreicher, die als Minderheiten in Gebieten der ehemaligen Habsburgermonarchie lebten, wurden 1945 zum größten Teil aus ihrer Heimat vertrieben.
In einer Sonderausstellung wird das unterschiedliche Schicksal der deutschen Volksgruppen, die ihre Heimat verlassen mussten und damit ihren Wurzeln entrissen wurden, vor Augen geführt. Im Zentrum der Betrachtung stehen die Sudetendeutschen, die Siebenbürger Sachsen, die Donauschwaben, die Karpatendeutschen, die Buchenlanddeutschen, die Beskidendeutschen, die Deutsch-Untersteirer und die Gottscheer.
Es wird gezeigt, wie und wann diese Deutschen in jene Gebiete kamen und wie sich das Zusammenleben mit der jeweiligen Mehrheitsbevölkerung über Jahrhunderte gestaltete. Ebenso thematisiert wird der Wandel, den dieses Zusammenleben unter dem Einfluss des aufkommenden Nationalismus und als Folge der beiden Weltkriege erfuhr. Ein Wandel, der die Altösterreicher zu Minderheiten in neuen Nationalstaaten machte; Ein Wandel aber auch, der im offensiven Rassismus der Nationalsozialisten ebenso gipfelte wie in der Gegenreaktion der Sowjets und diverser Regime, welche die Massenvertreibung der Deutschsprachigen ab 1945 ins Werk setzten.
Öffnungszeiten:
9:30 bis 18:00 Uhr (letzter Einlass 17:00 Uhr)
Ab 15. Oktober
9:30 bis 17:00 Uhr (letzter Einlass 16:00 Uhr)
Mehr Information:
https://www.suedmaehren.at/museen/kulturverein-suedmaehrerhof/